Linux-Stammbaum

Welche Distribution stammt von welcher ab? Der Stammbaum zeigt die großen Stammväter der Linux-Welt: Slackware, Debian, SUSE, Red Hat, Arch und Gentoo. Aber auch ihre über 100 ihrer Nachkommen aus mehr als drei Jahrzehnten.

Jede Linie beginnt mit der ersten Veröffentlichung und läuft bis heute oder bis zum † der Einstellung. Ein Klick auf eine Distribution zeigt ihre Abstammung und die wichtigsten Fakten. Gestrichelte Abschnitte stehen für eine frühere Basis: SteamOS etwa baute bis 2022 auf Debian auf, seitdem auf Arch.

Stand: September 2026

Die Stammväter

Erste Veröffentlichung, Linie läuft bis heute † eingestellt (mit Jahr) Gestrichelt: frühere Basis, Farbe = alte Familie Abzweigung von der Eltern-Distribution Gepunktet: Nachfolge nach dem Ende der Eltern
Alle Distributionen als Tabelle
Distribution Familie Basis Erste Version Eingestellt Pakete Releases Kurzbeschreibung
SLS Slackware – 1992 1994 – fest Softlanding Linux System, eine der allerersten Distributionen. Ihre Mängel waren der Anlass für Slackware – und für Ian Murdock, Debian zu gründen.
Slackware Slackware SLS 1993 – pkgtools · slackpkg fest Die älteste noch gepflegte Distribution. Patrick Volkerding führt sie seit 1993 bewusst konservativ und Unix-nah, ganz ohne automatische Abhängigkeitsauflösung.
Debian Debian – 1993 – dpkg · APT (.deb) fest (stable), dazu testing und unstable 1993 von Ian Murdock gegründet, organisiert über einen Gesellschaftsvertrag und eine gewählte Projektleitung. Stammvater der größten Familie; aktuell ist Debian 13 „Trixie“ (2025).
SUSE Linux SUSE Slackware 1994 2005 RPM · YaST fest Die fränkische S.u.S.E. startete mit einer eingedeutschten Slackware. Ab 1996 eigenständig (Basis: Jurix, dazu das neue YaST); 2005 ging die Distribution in openSUSE auf.
Red Hat Linux Red Hat / Fedora – 1994 2004 RPM fest 1994 von Marc Ewing gestartet und von Red Hat vertrieben (1.0 im Mai 1995). Brachte mit RPM das Paketformat der Familie. 2003/04 eingestellt – weiter ging es mit dem kommerziellen RHEL und dem Community-Projekt Fedora.
Mandrake / Mandriva Red Hat / Fedora Red Hat Linux 1998 2011 RPM · urpmi fest Startete 1998 als Red Hat Linux 5.1 mit KDE-Desktop und wurde zur Einsteiger-Distro der frühen 2000er. 2005 in Mandriva umbenannt, letzte Version 2011.
Linux From Scratch Unabhängig – 1999 – keine – alles selbst gebaut Buch mit Versionen Keine Distribution zum Installieren, sondern eine Anleitung: Man baut sein eigenes Linux Schritt für Schritt aus dem Quellcode.
Knoppix Debian Debian 2000 – APT fest Klaus Knoppers Live-CD zeigte ab 2000, dass Linux mit automatischer Hardware-Erkennung direkt vom Datenträger läuft – Vorbild für unzählige Live-Systeme.
SUSE Linux Enterprise SUSE SUSE Linux 2000 – RPM · zypper fest, Langzeit-Support Die kommerzielle Linie (SLES/SLED), gestartet 2000 für IBM-Mainframes; die erste allgemeine Version 7 folgte 2001. Auf ihrem Code baut heute openSUSE Leap auf.
CRUX Unabhängig – 2001 – pkgutils · Ports fest Minimalistische Quellcode-Distribution für erfahrene Nutzer und das Vorbild für Arch Linux.
Arch Linux Arch – 2002 – pacman · AUR rolling 2002 von Judd Vinet gestartet, inspiriert von CRUX. KISS-Prinzip, Rolling Release, das legendäre Wiki und das AUR – heute Basis vieler Gaming- und Enthusiasten-Distros.
Red Hat Enterprise Linux Red Hat / Fedora Red Hat Linux 2002 – RPM · DNF fest, rund 10 Jahre Support Das kommerzielle Flaggschiff von Red Hat (seit 2019 Teil von IBM). Neue Versionen entstehen heute über Fedora und CentOS Stream; 2023 beschränkte Red Hat den freien Zugang zu den RHEL-Quellen.
Gentoo Gentoo – 2002 – Portage (emerge) rolling, aus Quellcode Daniel Robbins’ Quellcode-Distribution (Vorläufer Enoch ab 1999): Alles wird lokal kompiliert und per USE-Flags bis ins Detail angepasst. Seit Ende 2023 gibt es auch offizielle Binärpakete.
Slax Slackware Slackware 2002 – Module (.sb) fest Modulares Live-System für den USB-Stick von Tomáš Matějíček. Seit Version 9 (2017) auf Debian-Basis, inzwischen gibt es zusätzlich wieder eine Slackware-Edition.
Puppy Linux Unabhängig – 2003 – PET · wechselnd fest Winziges Live-System, das komplett im RAM läuft. Wird mit dem Baukasten Woof-CE aus Paketen von Ubuntu, Debian oder Slackware zusammengesetzt.
MEPIS Debian Debian 2003 2013 APT fest Einsteigerfreundliche Distro von Warren Woodford, zwischenzeitlich auf Ubuntu-Basis. Die Community ging gemeinsam mit antiX in MX Linux auf.
NixOS Unabhängig – 2003 – Nix halbjährlich, dazu unstable Das ganze System in einer deklarativen Konfiguration: reproduzierbar, mit atomaren Updates und Rollbacks. Entstand aus einem Forschungsprojekt an der Universität Utrecht.
PCLinuxOS Red Hat / Fedora Mandrake / Mandriva 2003 – APT-RPM · Synaptic rolling Aus Mandrake hervorgegangen; kombiniert RPM-Pakete mit APT und läuft als Rolling Release.
Fedora Red Hat / Fedora Red Hat Linux 2003 – RPM · DNF fest, etwa alle 6 Monate Community-Distribution mit Red-Hat-Sponsoring und Vorreiter für Neues wie Wayland, PipeWire oder Btrfs als Standard. Upstream von CentOS Stream und damit von RHEL.
deepin Debian Debian 2004 – APT (.deb) fest Chinesische Distribution mit eigenem DDE-Desktop. Startete 2004 als Hiweed Linux, war ab 2008 Ubuntu-, ab Version 15 Debian-basiert und pflegt seit deepin 23 (2024) einen eigenen Upstream.
CentOS Linux Red Hat / Fedora Red Hat Enterprise Linux 2004 2024 RPM · YUM fest Kostenloser 1:1-Nachbau von RHEL und jahrelang Standard im Rechenzentrum. 2014 von Red Hat übernommen; Ende 2020 kündigte Red Hat das Aus zugunsten von CentOS Stream an, CentOS 7 lief noch bis Juni 2024.
Scientific Linux Red Hat / Fedora Red Hat Enterprise Linux 2004 2024 RPM · YUM fest RHEL-Nachbau von Fermilab (zeitweise mit dem CERN) für die Forschung. Nach Version 7 eingestellt, der Support endete im Juni 2024.
Ubuntu Ubuntu Debian 2004 – APT · Snap halbjährlich, LTS alle 2 Jahre 2004 von Mark Shuttleworths Canonical gestartet, Motto „Linux for Human Beings“. Brachte Linux auf viele Desktops und ist der wichtigste Zweig im Debian-Stamm. Weitere offizielle Flavours: Ubuntu MATE, Budgie, Studio, Kylin, Unity, Cinnamon und Edubuntu.
Univention Corporate Server Debian Debian 2004 – APT fest Server- und Identitätsmanagement aus Bremen: eine offene Alternative zu Active Directory, verbreitet in Schulen und Verwaltungen.
Kubuntu Ubuntu Ubuntu 2005 – APT wie Ubuntu Offizielle Ubuntu-Variante mit KDE Plasma.
Alpine Linux Unabhängig – 2005 – apk fest, dazu edge Winzig und sicherheitsorientiert, mit musl-libc und BusyBox – die Standardbasis vieler Docker-Container. Anfangs mit Gentoo-Werkzeugen gebaut.
openSUSE SUSE SUSE Linux 2005 2015 RPM · zypper fest 2005 als offenes Community-Projekt aus SUSE Linux hervorgegangen. Die klassischen Versionen (10.0 bis 13.2) wurden 2015 von Leap und Tumbleweed abgelöst.
Sabayon Gentoo Gentoo 2005 2020 Entropy · Portage rolling Machte Gentoo mit Binärpaketen einsteigerfreundlich; 2020 in MocaccinoOS umbenannt.
Xubuntu Ubuntu Ubuntu 2006 – APT wie Ubuntu Offizielle Ubuntu-Variante mit dem sparsamen Xfce-Desktop.
LiMux Ubuntu Ubuntu 2006 2020 APT fest Das Linux der Münchner Stadtverwaltung: anfangs Debian-, ab 2011 Ubuntu-basiert, zuletzt auf Kubuntu. 2017 beschloss der Stadtrat die Rückkehr zu Windows, 2020 war die Migration abgeschlossen.
Linux Mint Ubuntu Ubuntu 2006 – APT · Flatpak fest, auf Ubuntu-LTS-Basis Seit 2006 die freundliche Ubuntu-Alternative mit eigenem Cinnamon-Desktop und ohne Snap-Zwang. Der Klassiker unter den Umstiegstipps für Windows-Nutzer.
Oracle Linux Red Hat / Fedora Red Hat Enterprise Linux 2006 – RPM · DNF fest Oracles RHEL-kompatibler Nachbau, wahlweise mit dem eigenen „Unbreakable Enterprise Kernel“.
Trisquel Ubuntu Ubuntu 2007 – APT fest, auf Ubuntu-LTS-Basis Von der FSF als vollständig frei anerkannt, mit Linux-libre-Kernel. Version 1.0 (2007) basierte noch auf Debian, seither auf Ubuntu.
antiX Debian Debian 2007 – APT fest Extrem sparsame, systemd-freie Debian-Ableitung für alte Hardware.
Calculate Linux Gentoo Gentoo 2007 – Portage · Binärpakete rolling Gentoo-Ableitung aus Russland mit Binärpaketen, unter anderem für Firmennetze.
Funtoo Gentoo Gentoo 2008 – Portage (ego) rolling Gentoo-Variante von Gentoo-Gründer Daniel Robbins. 2024 beinahe eingestellt, läuft seitdem nur noch im „Hobby-Modus“.
Proxmox VE Debian Debian 2008 – APT fest Virtualisierungsplattform aus Wien für KVM-VMs und LXC-Container, mit Weboberfläche, ZFS und Clustering – im Homelab nahezu Standard.
Void Linux Unabhängig – 2008 – xbps rolling Unabhängige Rolling-Distribution mit runit statt systemd, wahlweise mit glibc oder musl.
Tiny Core Linux Unabhängig – 2009 – tce fest Ein Grundsystem mit grafischer Oberfläche in gut 20 MB.
Salix OS Slackware Slackware 2009 – slapt-get · spkg fest Von ehemaligen Zenwalk-Entwicklern gestartet: vollständig Slackware-kompatibel, aber mit Abhängigkeitsauflösung.
Tails Debian Debian 2009 – APT fest Amnesisches Live-System: Es leitet den gesamten Verkehr über Tor und vergisst beim Herunterfahren alles.
Zorin OS Ubuntu Ubuntu 2009 – APT · Flatpak · Snap fest, auf Ubuntu-LTS-Basis Aus Irland, mit Layouts im Stil von Windows und macOS – gezielt für Umsteiger gebaut.
Parabola Arch Arch Linux 2009 – pacman rolling Vollständig freie Arch-Variante mit Linux-libre-Kernel, von der FSF anerkannt.
Arch Linux ARM Arch Arch Linux 2009 – pacman rolling Arch-Portierung für ARM-Geräte wie Raspberry Pi und andere Einplatinenrechner, entstanden aus dem Projekt PlugApps.
ChromeOS Gentoo Gentoo 2009 – Image (A/B-Updates) image-basiert Googles System für Chromebooks, 2009 als ChromiumOS offengelegt. Gebaut mit Gentoos Portage-Werkzeugen, ausgeliefert als unveränderliches Image mit automatischen Updates.
Lubuntu Ubuntu Ubuntu 2010 – APT wie Ubuntu Ubuntu-Variante für schwächere Rechner, seit 2011 offizieller Flavour, heute mit LXQt.
Peppermint OS Debian Debian 2010 – APT fest Leichtgewichtige Desktop-Distro. Bis 2022 auf Ubuntu-Basis, seitdem direkt auf Debian.
LMDE Debian Debian 2010 – APT fest Linux Mint Debian Edition: der gleiche Mint-Desktop, aber direkt auf Debian – Mints Rückversicherung, falls Ubuntu als Basis einmal wegfällt.
Porteus Slackware Slax 2010 – Module (.xzm) fest Aus der Slax-Community hervorgegangenes, sehr kleines Live-System auf Slackware-Basis.
Bodhi Linux Ubuntu Ubuntu 2011 – APT fest Minimalistisch, mit Moksha, einem Fork des Enlightenment-Desktops.
elementary OS Ubuntu Ubuntu 2011 – APT · Flatpak fest, auf Ubuntu-LTS-Basis Stark auf Design fokussiert, mit eigenem Pantheon-Desktop und einem AppCenter nach dem Pay-what-you-want-Prinzip.
Mageia Red Hat / Fedora Mandrake / Mandriva 2011 – RPM · urpmi · DNF fest Community-Fork von Mandriva, 2010 von ehemaligen Mandriva-Entwicklern gegründet; erste Version 2011.
Manjaro Arch Arch Linux 2011 – pacman · pamac rolling, zeitversetzt Arch mit grafischem Installer und eigenen Paketquellen, die Arch-Pakete erst nach einer Testphase übernehmen.
Amazon Linux Red Hat / Fedora Fedora 2011 – RPM · DNF fest Das Server-System von AWS. Die ersten Generationen (ab 2011, Amazon Linux 2) orientierten sich an RHEL, Amazon Linux 2023 baut auf Fedora auf.
openmediavault Debian Debian 2011 – APT fest NAS-System mit Weboberfläche, vom früheren FreeNAS-Entwickler Volker Theile auf Debian aufgebaut.
Antergos Arch Arch Linux 2012 2019 pacman rolling Einsteigerfreundliche Arch-Distro, anfangs „Cinnarch“ genannt. 2019 eingestellt; aus ihrer Community entstand EndeavourOS.
Raspberry Pi OS Debian Debian 2012 – APT fest Das offizielle System für den Raspberry Pi, bis 2020 als „Raspbian“ bekannt.
Qubes OS Red Hat / Fedora Fedora 2012 – RPM (dom0) fest Sicherheit durch Isolation: Jede Aufgabe läuft in einer eigenen Xen-VM. Die Verwaltungsdomäne dom0 basiert auf Fedora.
Linux Lite Ubuntu Ubuntu 2012 – APT fest Xfce-Distribution für Windows-Umsteiger und ältere Hardware.
Kali Linux Debian Debian 2013 – APT rolling (Debian testing) Werkzeugkasten für Penetrationstests von Offensive Security und Nachfolger von BackTrack. Basiert auf Debian testing.
Parrot OS Debian Debian 2013 – APT fest Security- und Privacy-Distribution aus Italien, eine Alternative zu Kali.
BlackArch Arch Arch Linux 2013 – pacman rolling Pentest-Distribution auf Arch-Basis mit mehreren tausend Sicherheitswerkzeugen.
CoreOS Container Linux Gentoo ChromeOS 2013 2020 Image automatische Updates Minimales Container-Betriebssystem, gebaut mit dem ChromiumOS-SDK. 2018 von Red Hat übernommen und 2020 eingestellt; weiter geht es mit Flatcar und Fedora CoreOS.
KaOS Unabhängig – 2013 – pacman rolling Unabhängige, von Arch inspirierte Distribution. Zwölf Jahre lang auf KDE spezialisiert, setzt sie seit 2026 auf Niri statt Plasma und will sich von systemd lösen.
OpenMandriva Lx Red Hat / Fedora Mandrake / Mandriva 2013 – RPM · DNF fest und rolling (ROME) Die Community-Fortsetzung von Mandriva. Setzt unter anderem auf Clang als Compiler und bietet mit ROME eine Rolling-Variante.
SteamOS Arch Arch Linux 2013 – Image (A/B) · Flatpak image-basiert Valves Gaming-System. SteamOS 1 und 2 (ab 2013) basierten auf Debian, SteamOS 3 (2022, Steam Deck) auf Arch. Seit 2025 offiziell auch auf anderen Handhelds, 2026 kam Beta-Support für Desktop-PCs.
Armbian Debian Debian 2014 – APT fest Images und Build-Framework für ARM-Einplatinenrechner, wahlweise mit Debian- oder Ubuntu-Unterbau.
Guix System Unabhängig – 2014 – GNU Guix rolling Das GNU-Gegenstück zu NixOS: deklarativ, reproduzierbar und in Scheme konfiguriert. Der Paketmanager entstand 2012, Version 1.0 des Systems erschien im Mai 2019.
MX Linux Debian antiX 2014 – APT fest Gemeinschaftsprojekt von antiX und der früheren MEPIS-Community: Xfce, KDE oder Fluxbox, startet standardmäßig mit SysVinit und bringt viele eigene Werkzeuge mit. Jahrelang auf Platz 1 bei DistroWatch.
DietPi Debian Debian 2014 – APT fest Minimales Debian für Einplatinenrechner und Homeserver, mit Menü-Installer für Self-Hosting-Dienste. Anfangs auf Raspbian aufgesetzt.
openSUSE Tumbleweed SUSE openSUSE 2014 – RPM · zypper rolling Getestetes Rolling Release: Jeder Snapshot läuft durch die automatische Testumgebung openQA, bevor er ausgeliefert wird.
Clear Linux OS Unabhängig – 2015 2025 swupd rolling Intels auf Performance optimierte Distribution. Im Juli 2025 stellte Intel sie ohne Vorlauf ein.
openSUSE Leap SUSE SUSE Linux Enterprise 2015 – RPM · zypper fest Die stabile openSUSE-Version, gebaut auf dem Code von SUSE Linux Enterprise. Leap 16 (Oktober 2025) basiert auf SLE 16 und bringt den neuen Installer Agama.
Solus Unabhängig – 2015 – eopkg kuratiertes Rolling Release Unabhängig und von Grund auf neu gebaut; hier entstand der Budgie-Desktop. Kuratiertes Rolling Release mit wöchentlichen Updates.
KDE neon Ubuntu Ubuntu 2016 – APT Ubuntu LTS, Plasma fortlaufend Vom KDE-Team: stabiles Ubuntu-LTS mit jeweils neuester Plasma-Version. Seit 2025 entwickelt KDE daneben das eigenständige KDE Linux.
ArcoLinux Arch Arch Linux 2017 2025 pacman rolling Lern-Distribution von Erik Dubois, um Arch Schritt für Schritt kennenzulernen. Im April 2025 eingestellt.
Devuan Debian Debian 2017 – APT fest Debian-Fork ohne systemd, 2014 von den „Veteran Unix Admins“ als Reaktion auf Debians Wechsel zu systemd angekündigt; erste stabile Version 2017.
PureOS Debian Debian 2017 – APT fest Von Purism, von der FSF als frei anerkannt; läuft auf den Librem-Laptops und dem Librem-5-Smartphone.
Artix Linux Arch Arch Linux 2017 – pacman rolling Arch ohne systemd, wahlweise mit OpenRC, runit, s6 oder dinit.
Pop!_OS Ubuntu Ubuntu 2017 – APT · Flatpak fest, auf Ubuntu-LTS-Basis Vom US-Hardwarehersteller System76. Seit Version 24.04 (Dezember 2025) mit dem selbst in Rust entwickelten COSMIC-Desktop.
Flatcar Container Linux Gentoo CoreOS Container Linux 2018 – Image automatische Updates Fork von CoreOS Container Linux, gestartet vom Berliner Team Kinvolk (seit 2021 bei Microsoft), der die Linie fortführt.
Fedora Atomic Red Hat / Fedora Fedora 2018 – rpm-ostree · Flatpak fest, immutable Die unveränderlichen Fedora-Varianten wie Silverblue (GNOME) und Kinoite (KDE): Das System kommt als Image und wird atomar aktualisiert – mit Rollback.
EndeavourOS Arch Arch Linux 2019 – pacman · AUR rolling Nah an Arch, mit freundlichem Installer und hilfsbereiter Community; 2019 als Nachfolger von Antergos gestartet.
ChimeraOS Arch Arch Linux 2019 – Image · Flatpak image-basiert Konsolenartiges Gaming-System auf Arch-Basis, das direkt in eine Steam-Oberfläche bootet.
CentOS Stream Red Hat / Fedora Fedora 2019 – RPM · DNF fortlaufend, vor RHEL Seit 2019 die öffentliche Entwicklungsstufe von RHEL: Neue RHEL-Versionen zweigen aus Fedora ab und reifen in CentOS Stream.
Fedora CoreOS Red Hat / Fedora Fedora 2020 – rpm-ostree automatische Updates Minimales Container-Betriebssystem mit automatischen Updates, Nachfolger von CoreOS Container Linux und Fedora Atomic Host.
Garuda Linux Arch Arch Linux 2020 – pacman · AUR rolling Auffällig gestaltete Arch-Distro mit Btrfs-Snapshots, Zen-Kernel und Gaming-Fokus.
AlmaLinux Red Hat / Fedora Red Hat Enterprise Linux 2021 – RPM · DNF fest Nach dem CentOS-Aus von CloudLinux gestartet, heute von einer Stiftung getragen. Seit 2023 „ABI-kompatibel“ zu RHEL statt Bit-für-Bit-Kopie.
Rocky Linux Red Hat / Fedora Red Hat Enterprise Linux 2021 – RPM · DNF fest Von CentOS-Mitgründer Gregory Kurtzer als direkter CentOS-Nachfolger gestartet und nach CentOS-Mitgründer Rocky McGaugh benannt.
Ultramarine Linux Red Hat / Fedora Fedora 2021 – RPM · DNF fest Einsteigerfreundliche Fedora-Ableitung von Fyra Labs mit vorkonfigurierten Extras.
CachyOS Arch Arch Linux 2021 – pacman · AUR rolling Arch auf Tempo getrimmt: für moderne CPUs optimierte Pakete (x86-64-v3/v4, Zen 4) und eigene Kernel mit BORE-Scheduler. Zuletzt eine der am schnellsten wachsenden Distros.
TrueNAS Debian Debian 2022 – Appliance-Image fest NAS-System von iXsystems mit OpenZFS. Mit SCALE kam 2022 der Wechsel von FreeBSD zu Debian; seit Version 25.04 (2025) heißt es TrueNAS Community Edition.
Asahi Linux Red Hat / Fedora Fedora 2022 – RPM · DNF fest Linux für Macs mit Apple-Silicon-Chips. Die erste Referenz-Distribution (2022) basierte auf Arch Linux ARM, seit 2023 ist die Fedora Asahi Remix das Flaggschiff.
Nobara Red Hat / Fedora Fedora 2022 – RPM · DNF rolling (seit 2025) Von GloriousEggroll, dem Macher von Proton-GE: Fedora mit Anpassungen für Gaming, Streaming und Treiber. Seit 2025 ein Rolling Release.
TUXEDO OS Ubuntu Ubuntu 2022 – APT fest Vom Linux-Notebook-Hersteller TUXEDO aus dem Raum Augsburg, mit KDE Plasma. Im Juli 2026 angekündigt: Wechsel der Basis von Ubuntu auf Debian testing.
Vanilla OS Debian Debian 2022 – ABRoot · apx immutable Unveränderliches System, Pakete anderer Distributionen laufen über apx in Containern. Version 1 basierte auf Ubuntu, Version 2 „Orchid“ (Juli 2024) auf Debian sid.
blendOS Arch Arch Linux 2023 – Image · Container immutable Unveränderliches Arch-System, das Pakete anderer Distributionen und Android-Apps in Containern einbindet.
openSUSE Aeon / Kalpa SUSE openSUSE Tumbleweed 2023 – transactional-update · Flatpak rolling, immutable Unveränderliche Desktop-Varianten auf Tumbleweed-Basis, Aeon mit GNOME und Kalpa mit KDE Plasma: Das System wird per Snapshot aktualisiert, Apps kommen als Flatpak.
Chimera Linux Unabhängig – 2023 – apk (APKv3) rolling (Beta) Ungewöhnlicher Mix: FreeBSD-Userland, musl, Dinit und LLVM/Clang statt GNU-Toolchain. Seit Dezember 2024 in der Beta.
Rhino Linux Ubuntu Ubuntu 2023 – APT · rhino-pkg rolling Rolling Release auf Basis von Ubuntus Entwicklungszweig, mit eigenem Unicorn-Desktop auf Xfce-Basis.
Bluefin Red Hat / Fedora Fedora Atomic 2023 – rpm-ostree · Flatpak · Homebrew image-basiert Universal Blue für Entwickler: GNOME-Desktop mit vorinstallierten Container-Werkzeugen und Homebrew.
Bazzite Red Hat / Fedora Fedora Atomic 2023 – rpm-ostree · Flatpak · Homebrew image-basiert Gaming-System aus dem Universal-Blue-Projekt auf Basis von Fedora Atomic. Läuft auf PCs und Handhelds wie dem Steam Deck, inklusive Steam-Gaming-Modus.
Aurora Red Hat / Fedora Bluefin 2024 – rpm-ostree · Flatpak · Homebrew image-basiert Die KDE-Plasma-Variante von Bluefin aus dem Universal-Blue-Projekt, angekündigt im März 2024.
KDE Linux Arch Arch Linux 2025 – Image · Flatpak image-basiert (Alpha) KDEs eigenes Referenz-System, seit September 2025 als Alpha: ein unveränderliches Image aus Arch-Paketen, Apps kommen als Flatpak.